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Morgen ist heute schon gestern
22|12|2010



Wenn 2011 so wird wie 2010, dann können wir Wilhelmshaven bald vermieten und wenn es ganz schlimm kommt zu verkaufen!

Kinder wie die Zeit vergeht. Ein Jahr voller Aufschwung, Hafendebatten, Auslandseinsätze der Bundeswehr und Terrorwarnungen ist vorbei.

Trotz aller poitischer und medialer Ankündigungen sind wir nicht Ziel von Terroranschlägen geworden. Alle verschärften Gesetze und Einschränkungen der Rechte also erneut für die Katz. Auch der Aufschwung und die tollen neuen Arbeitsplätze sind an den Menschen scheinbar vorbei gegangen.

Nicht vorbei ist der Krieg am Hindukusch. Ja, inzwischen nennen selbst Angela Merkel und der Reise-Kriegsminister zu Guttenberg den Einsatz der Bundeswehr KRIEG. Und pünklich vor Weihnachten durfte wieder ein Hauptgefreiter in einem Plastiksack nach hause kommen. Was wir nicht alles für die Freiheit tun!?

Die Börsianer und Bankmanager haben nichts aus den Krisen gelernt und zocken wie eh und jeh mit unserem Geld. Da will auch Oberbürgermeister Menzel nicht fehlen und investiert 10 Millionen kreditfinanzierter Euro in ein hochspekulatives Beteiligungsgeschäft. Erst werden GEW-Anteile billig verschleudert, um dann eine kleine Beteiligung am neuen Anteilseigner zu erwerben. Angeblich, um die Einnahmen der Stadt zu erhöhen. Wäre es da nicht schlauer gewesen, die Anteile nicht zu verkaufen!?

Die Schule Neuende schien gerettet. Endlich mal ein Gebäude, welches nicht an Bodo Behnke verschachert wurde. Trotz eines gültigen Ratsbeschlusses zum Nichtverkauf findet sich die leerstehende Schule plötzlich wieder auf der Verkaufsliste der GGS. Jetzt, wo nichtmal Behnke mehr Interesse an der alten Schule hat, kann es ja noch billiger verschleudert werden.

Weihnachtsgeschenke wurden vom Rat auch schon verteilt. So erhielt der ESV die Zusage für einen schicken Kunstrasenplatz für schlappe 700.000,- € von der insolventen Stadt. Einige Ratsabgeordnete wollten sich so wohl ein paar Wählerstimmen für die Kommunalwahl 2011 kaufen. Wäre das nicht billiger gegangen?

Richtig Fahrt aufgenommen hat der Jade-Weser-Port, der nun CTW [Container-Terminal-Wilhelmshaven] heissen soll. Kein Lärmschutz, keine Zweigleisigkeit, keine Elektrifizierung zur Inbetriebnahme. Die Politiker aller Parteien sind hier über ihre haltlosen Versprechen und Ankündigungen gestolpert. Das Land hat sich schon aus der zweiten Ausbaustufe verabschiedet. Da uns aber nichts anderes bleibt, hoffen wir weiter auf den versprochenen Regen an Gewerbesteuer und Arbeitsplätzen.

Der Mann der die Stadt ins finanzielle Chaos gestürzt hat, Wolfgang Frank, wurde noch schnell von seinem Club zu Wilhelmshaven für seine Verdienste um die Elite geehrt. Schon zu seiner Beerdigung wunderten sich viele Bürger der Stadt, warum ein städtischer Angestellter über 40 Todesanzeigen von Unternehmen, Clubs und Lobbyvereinigungen bekommen hat. Ruhen mag er trotzdem in Frieden.

Die Parteienlandschaft bestach 2010 durch ein geordnetes Chaos. Die SPD zerfleischt sich weiter fleißig selber. Die CDU hält sich weiter aus der Politik raus. Die FDP bleibt ihrem Image als Karnevallsverein treu. Die Linke ordnet sich neu und unzählige Wählergemeinschaften und Einzelkandidaten bereiten sich auf die Kommunalwahl vor. Hier ist noch einiges zu erwarten!

Insgesamt also ein tolles und ereignisreiches Jahr 2010. Alles blieb wie immer und doch ist alles neu. Und ab dem 01.01.2011 ist alles schon wieder alt und von gestern. Ich freue mich auf neue Geschichten aus der Gruft, auf neue Visionen aus dem Ratssaal, auf neue Erfolgsmeldungen eines nicht fertiggestellten Hafens. Besonders freue ich mich auf spannende Debatten, Inhalte und Diskussionen über Politik, die sich nicht hinter Personen und Dogmen verstecken.

In diesem Sinne verabschiede ich mich [wenn nicht unumgängliche Meldungen die Weihnachtszeit verhageln] in den verdienten Urlaub und wünsche allen eine bessere Zeit, eine bessere Welt und den Mut, zu den eigenen Ansichten zu stehen!


Tim Sommer

Quelle:
www.timsommer.de

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