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Mit Geld spielt man nicht
20|11|2010



"Sahnegrundstücke", wie hier am Südstrand, wandern in Wilhelmshaven immer wieder zu Bodo Behnke, einem stadtbekannten Immobilienverwerter.

Grundstückspreise Südstrand stark gefallen - Quadratmeterpreis jetzt bei etwa 56,- Euro

Wie aus gut unterrichteten Kreisen erst jetzt bekannt wurde, haben die Grundstücke Südstrand 106 und Südstrand 108 „endlich“ einen Käufer gefunden. Für ca. 56,-- Euro pro Quadratmeter und einer Gesamtfläche von ca. 5.000 qm konnten die schwer verkäuflichen Grundstücke nun für 280.000 Euro [man munkelt mittlerweile auch von 240.000 Euro, Quadratmeterpreis dann nur noch 48,- Euro] an „den“ stadtbekannten Investor/ Aufkäufer veräußert werden.

Während die Grundstückspreise in Heppens, glaubt man den Recherchen im Internet, bei ca. 100 – 160 Euro pro Quadratmeter liegen, ist es nicht verwunderlich, dass Grundstücke, vor allem, wenn sie so dicht am Wasser liegen und jährlich von Tausenden Touristen frequentiert werden, allein schon deshalb deutlich günstiger sein müssen.

So oder so ähnlich würde der Rat der Stadt Wilhelmshaven den günstigen Preis all denen erklären, die bei der Summe von 280.000 Euro für zwei Grundstücke in bester Lage Wilhelmshavens, nachdenklich würden und sich wunderten. Und wundern muss man sich tatsächlich ….

Die Stadt Varel erzielt beim Verkauf einer Schützenplatzwiese an ein bekanntes Leeraner Unternehmen einen Erlös von ca. 3 Millionen Euro, sofern man den Vergleich mal anstellen möchte.

Wie viel Geld hätte die Stadt erzielen können, wenn sie diese Grundstücke öffentlich bundesweit, vielleicht sogar weltweit angeboten hätte? Man kann es nur erahnen – Was bleibt, ist der schale Beigeschmack und die Verwunderung über nach wie funktionierende Seilschaften und Verfilzungen in dieser Stadt.


Tausche Kunstrasenplatz gegen Sanierung maroder Fenster

Für „schlappe“ 700.000 Euro bekommt der ESV nun „endlich“ einen Kunstrasenplatz. 700.000 Euro für einen Kunstrasenplatz unter dem Vorwand der Migration! Auch ich halte die Migration für einen wichtigen und unersetzlichen Bestandteil unserer Gesellschaft. Ich halte aber nichts von teuren Wahlgeschenken vor diesem Hintergrund. Und ich halte auch nichts von Verschwendung angesichts der leeren Kassen unserer Stadt … Und vor allem – in welchem Zusammenhang ist dann die nicht erfolgte Sanierung der Fenster der Grundschule Altengroden zu sehen? Um nur eines von vielen Beispielen zu nennen.


Die Fenster der Grundschule Altengroden bedürfen längst einer dringenden Sanierung.

Die dringend erforderliche Sanierung maroder und zugluftdurchlässiger Fenster einer Grundschule fällt einem Freizeitvergnügen zum Opfer! Denkt man allerdings mal quer, dann würde man feststellen, dass es auch an der Grundschule Altengroden Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund gibt. Die Elternvertreter wären gut beraten gewesen, die Renovierung unter dem Aspekt der Migration zu fordern. Schade, dass es dafür jetzt zu spät ist.

Schön aber immerhin, dass sich einige Lokalpolitiker mal wieder profilieren durften – rückt doch auch der Kommunalwahlkampf immer näher!


Mit Geld spielt man nicht!

In einem aktuellen Werbespot einer Versicherungsgruppe wird zurzeit eine Selbstverständlichkeit beworben, die für die meisten Wilhelmshavener Kommunalpolitiker scheinbar keine Gültigkeit hat. „Mit Geld spielt man nicht!“ Und man spielt schon gar nicht mit Geld, dass man nicht einmal besitzt. Und so wurde, mehr durch Zufall und einem Beitrag von Herrn Dr. von Teichman, eine Summe von 10 Millionen Euro bei der letzten Ratssitzung in den Raum geworfen!

10 Millionen Euro! Wofür? Nachfrage haben ergeben:
Die Stadt Wilhelmshaven möchte über die Stadtwerke-Holding ein Darlehen in Höhe von 10 Millionen Euro aufnehmen. Mit diesen 10 Millionen Euro will man sich an einem Energieunternehmen beteiligen. Diese Beteiligung soll eine garantierte Rendite von 9% per anno erbringen. Die Rückzahlung des Kredites würde 6% der Rendite kosten und die verbleibenden 3% würden den städtischen Finanzen zugutekommen.

In Zahlen:
10 Millionen Kredit, Rendite 900.000 Euro per anno. 600.000 Euro in die Rückzahlung des Kredites und 300.000 Euro für die Stadt!

Leider sind die vertraglichen Inhalte bisher unveröffentlicht geblieben, dennoch stellen sich – den gesunden Menschenverstand voraus gesetzt – gleich mehrere Fragen?

Warum soll eine städtische Gesellschaft gezwungen werden, ein Darlehen in dieser Größenordnung aufzunehmen und dadurch ihr eigenes Geschäftsergebnis nachhaltig zu beeinträchtigen – und das nur, um die städtische Finanzen zu sanieren!

Was passiert, wenn das Energieunternehmen in den Konkurs geht? Bekommt Wilhelmshaven seine 10 Millionen zurück oder erhöht sich der Schuldenberg dann um diese Summe?

Was passiert, wenn die Geld- und Finanzmärkte ähnlich instabil werden wie zu Beginn der Weltwirtschaftskrise – ist die Rendite auch dann noch „garantiert“?

Wer und in wessen Interesse prüft die Vertragsinhalte – und welche Risiken geht die Stadt ein?

Eine letzte Frage bleibt allerdings noch? Warum lässt sich die Sparkasse Wilhelmshaven, die sich in Finanzgeschäften exzellent auskennt, ein so lukratives Geschäft entgehen? Und warum wird die Sparkasse Wilhelmshaven, an der die Stadt Wilhelmshaven ja auch beteiligt ist, nicht aufgefordert, dieses Geschäft zugunsten der Stadt zu tätigen?

Das alles erinnert ein Stück weit an Spekulationsgeschäfte – mit dem Unterschied, dass hier eine Stadt und nicht ein Einzelanleger spekulativ tätig wird.

Mit Geld spielt man nicht! Und schon gar nicht mit Geld, das man nicht besitzt.

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Udo Grubert
Freie Wähler | Wilhelmshaven

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