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Denkalleeanstöße
13|08|2011



Nicht nur die Jadeallee wird planerisch hinter den Kulissen vorangetrieben, auch die Hafentorbrücke existiert zeichnerisch schon längst [siehe unten].

Liebe Gisela!
Danke für Deine Denkanstöße.

Ein Fahrzeug, wie ein Fahrrad, das auf dem Gehweg einer Prachtallee von seinem Besitzer geschoben wird, ist ganz klar ein Flanierzeug - zumindest aus der praxisnahen, amtsschimmelfreien Sicht radelnder Laien.

Sobald etwas im sogenannten Bummelmodus sich befindet und im Müßiggang betrieben wird, ist es nur noch Zeug, das zwar fährt, aber nicht mehr gefahren wird. Es ist daher weitgehend gefahrlos und unterliegt damit auch nicht der allgemeinen Schiebkarrenverordnung, im Volksmund auch Schubkarren Verordnung genannt - möchte man leichthin denken.

Nun gibt es aber die sogenannte Gemeindeordnung, die da regelnd für Klarsicht sorgt. Darin heißt es, in Niedersachsen übereinstimmend verbreitet:
Zitat: " ... Fahrbahn im Sinne dieser Verordnung ist der Teil der Straße, der dem allgemeinen Verkehr mit Fahrzeugen dient. ...
... Fahrzeuge im Sinne dieser Verordnung sind Kraftfahrzeuge im Sinne des § 1 Abs. 2 des Straßenverkehrsgesetzes, Fahrzeuganhänger, Fahrzeuge und Maschinen der Land- und Forstwirtschaft, Pferdefuhrwerke, Wohnwagen, Schubkarren, Handwagen und Fahrräder. ...
... Gehweg im Sinne dieser Verordnung ist der Teil der Straße, der zur Benutzung durch den Fußgänger bestimmt und eingerichtet sowie durch Trennung von der Fahrbahn aufgrund ihrer Gestaltung [Pflasterung, Plattenbelag, Bordstein oder andere Trennlinie] äußerlich als solcher erkennbar ist. ... "
 
Alles Klärchen?

Demnach sind Fahrräder, Schubkarren und Handwagen Fahrzeuge und gehören auf die Straße und nicht auf den Gehweg.

Natürlich kommt der einfache Verkehrsteilnehmer, ob motorisiert, per pedes oder Pedale, hierdurch in´s Grübeln und fragt sich: "Wie jetzt?"
Wer gehört wo hin?

Die sehr breiten Flanierwege einer Prachtallee eignen sich besonders gut für ältere Spaziergänger, gerade in demografisch alterslastigen Gemeinden. Passen hier doch bequem drei Gehwagen [Rollatoren] nebeneinander, wozu man gut 4 Meter braucht, um dem Flaneur und der Flaneurin gefährliche Karambolagen zu ersparen - Die eine Seite für den Hinweg, die andere für den Rückweg.
 
Auch der ältere Mensch ist gesellig und und möchte sich mit Gleichaltrigen unterhalten und austauschen - mal plaudern. Ein gemütlicher Flanierbummel im Konvoi, unmöglich, und als gesellschaftliche Isolation wohl auch nicht zumutbar. Darum zu preisen die Weitsicht der Prachtalleenbauer, die in gar weiser Voraussicht der Alterspyramide gerecht zu werden, so richtig breite Gehwege vor zu halten sich zur Aufgabe machten und in die Tat umsetzten. In Amerika heißt der Gehwagen übrigens Walker, was ganz klar für den Gehweg spräche. Aber, aber, aber - ist das sicher? Man weiß es nicht.

Es sei denn, ein Fahrrad bleibt ein Verkehrsmittel und kann kein Flaniermittel werden und selbst wenn, bliebe es auf die Fahrbahn verbannt und - man mag es vor Furcht gar nicht denken - ein Gehwagen wäre ein Handwagen oder eine Schubkarre ... und dann?

Kinderwagen würde ich selbst nicht als zu schiebende Karren einstufen, aber weiß man´s?

Angenommen, die müssen alle auf die Fahrbahn, dann wird diese pachtvoll prächtige Meile konkurrenzlos als "Die Schneckenschneise" weltweit Aufsehen erregen und könnte das Stauhighlight auf Google Earth werden.

"Eile mit Weile, entboomt Euch in Boomtown an der Jade - dem Nadelöhr der Entschleunigung in hektischer Zeit - für ein Stück weit Gemächlichkeit."

Sollten sich jedoch irgendwann einmal zwei Reisebusse auf der Jadeallee frontal begegnen, weil beide einen gewissen Abstand zu den Alleebäumen einhalten wollen, schon um die Sonderlackierung "Boomtown" zu vermeiden, werden stundenlange Hupkonzerte und häufige Hubschraubereinsätze zur Evakuierung entkräfteter Bustouristen das Signal sein, das man braucht und alleemäßig vorbereitete, wie manche schon spökern, für eine neue, schnelle Verbindung zum Wasser.
 
Benötigt wird eine verkehrstüchtige Verbindung für ca. 3 bis 400 Motorisierte in der Stunde, die in Richtung Südstrand wollen, was die Jadeallee nun sehr geschickt ausbremst.

Hurra, jetzt ist die Zeit reif. Endlich brauchen wir sie wirklich - die Hafentorbrücke!

... und so könnte sie aussehen:


Die Hafentorbrücke, schon längst auf Steuerkosten geplant ... ob hier die Fahrradfahrer auch die Straße benutzen müssen, damit die FlaneurInnen nicht weiter gestört werden?

Bild: GRUPPO|635 - hufenbach












Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

Links:
12|08|2011 Fahrradfahrer und die Jadeallee [Gisela Gerdes]

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Kommentare

Dr. Gisela Gerdes | Wilhelmshaven
Mönsch Wilhelm, an die Frage, wohin Rollatoren, Kinderkarren etc. gehören, hatte ich noch gar nicht gedacht. Danke für die Denkanstöße.


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