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What a difference a day made ...
01|12|2011



Werden die Berufsfeuerwehrleute auch 2012 weiter auf eine Lösung für die nicht bezahlten 65.000 Überstunden warten müssen?

... da wird schon ´mal die versprochene demokratische Grundordnung und jedwede Opposition inklusive „Nörgler“ untergepflügt.

Vor der Wahl war das noch ganz anders. Da wurden Postkarten  aus der konservativen Parteienlandschaft versandt, um die Bürger und ihre Ideen  am politischen Tagesgeschehen wenigstens virtuell mit teilhaben zu lassen. Unter den Antworten muss sich wohl der Satz „Wir wollen wirklich mitreden“ nicht befunden haben.

Nebenbei bemerkt war auch viel zu wenig Platz um ausführlich darzustellen, wie sich Wilhelmshaven ohne rosarote Brille anfühlt.

Die Ratssitzung im November lief jedenfalls so, wie es sich nicht einmal die ärgsten Pessimisten hätten vorstellen können. Jedwede Parteienopposition, wie auch die Bürger, wurden nach Abgabe ihrer Stimme auf die Plätze verwiesen, quasi des Feldes – jubeln erlaubt, Mitbestimmung verboten – also alles wie immer, wenigstens in „Boomtown“.

Die Lobbyisten dürfen Wilhelmshaven nun weiterregieren, so wie sie es sich vorgestellt hatten. Die Hafenwirtschaftsvereinigung singt mit direktem Kurs aufs Riff das hohe Lied: „Ein Schiff muss kommen“, damit die Laune in Sachen Hafenbau nicht sinkt. Erst ein Investor baut auf den Gewerbeflächen, um dort regen Früchtehandel gegen die Konkurrenz aus Rotterdam zu treiben. Die restlichen 140 von 160 Hektar warten noch auf eine Nutzung und wie sagte es die Moderatorin im NDR, als der Grundstein für das Kühlhaus gelegt wurde: „Wenn sie noch eine Pommes-Bude aufstellen möchten, dann wüßte sie was!“

Da keimt natürlich Hoffnung auf, so mitten in der größten Wirtschaftskrise, die Europa droht und deren Blüten ihre Wirkung erst langsam und dann mit voller Wucht entfalten. Eins wissen aber die Eingeweihten schon aus dem Jahre 2008: Hafenstädte leiden zuerst und besonders heftig weil, Im- und Export schwächeln, die Grundpfeiler im maritimen Business. Weiter stellt sich die Frage, wie lange uns die europäischen Partner die Waren noch abkaufen können, verordnen wir ihnen doch dauernd Sparpakete, die deren Wirtschaft in den Ruin treibt. Spaniens junge Menschen [46 Prozent] finden keine Arbeit mehr und die Immobilienblase liess die Bauwirtschaft förmlich kollabieren.

„Mutti Merkel“ schwört Deutschland schon einmal auf eine Dekade [10 Jahre!] währende Leidensphase ein und die Banker besetzen die Schlüsselpositionen, so geschehen mit der neuen Regierungsbildung in Italien.
 
Die Drohung der Politiker war zu offensichtlich, ihnen die Macht des Regierens wieder abnehmen zu wollen, die sie sich durch „mühevolle“ Lobbyarbeit angeeignet haben. Wer aber das Geld hat, der hat bekanntlich auch die Macht. So entbrennt ein harter Kampf um das Volksvermögen, wie z. B. unsere Goldreserven, ein Edelmetall, das die Bundesbanken vor gar nicht allzu langer Zeit noch verschmähten und jetzt tonnenweise ordern.

Die Krisenverursacher wollen auch nicht als solche gebrandmarkt werden und fordern, dass die Regierung schön mit ins Boot der Verantwortung steigen sollen, eine Forderung, die viele Wilhelmshavener gut nachvollziehen können.

Viele derer, die schon aus Scham hätten zurücktreten müssen, wurden wieder in den Rat gehievt und treffen wieder Entscheidungen „für[?]“ Wilhelmshaven.

Die Bürger dürfen nun mit der Opposition zusehen, wie über die Jadestadt bestimmt wird, das ist ihre Rolle, egal ob die einst „Grüne Stadt am Meer“ im Schlick versinkt. Man hat auch ein neues Oberthema gefunden, mit dem die Lobbyisten viel Geld verdienen können, nicht etwa das „Bodenpersonal“!

Die Windenergie birgt „Goldene Wasserhähne“, besonders der geförderte Strom vor den Küsten Norddeutschlands. Die Wirtschaftsweisen der Jadestadt versuchen nun die Brocken einer Industrie aufzusammeln, bei der andere wieder einmal schneller waren. Jetzt will man endlich die Schleuseninsel für Servicebereiche der Offshore Technik opfern, genau den Platz, der jahrelang durch optionale Visionen für den Containerhafen blockiert wurde.

So schnell wie die Saat ausgesät wurde verblasst ihre Wirkung auch schon wieder, denn die Offshore Technik ist nur ein Baustein im Energiemix, der den Weg zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien weist. Ganz vergessen wurden andere Komponenten, wie die Sonnenenergie, Ener-gieeinsparung, Energieeffizienz, Kleinstkraftwerke oder die intelligente Nutzung des Stromes.

So gerät ein weiteres Thema in den Hintergrund: Die Bekämpfung des Klimawandels.
Bundespolitisch will man ihm mit „Brückentechnologien“ wie Kohle- oder Braunkohlekraftwerken entgegentreten. Es wird wohl immer ein Geheimnis der Politiker bleiben, wie sie sich diese schönen Sätze in ihr Hirn implantieren liessen, um diesen Irrsinn dann unters Volk zu streuen.

In Wilhelmshaven kreiert man weiter Helden, d. h. die selbsternannten Eliten, aus Burschenschaften, Logen, schlagenden Verbindungen oder monetär aufgemotzten Wirtschaftsverbänden. Aus sich selbst heraus rekrutieren sie Auserwählte und weisen ihnen Führungspositionen zu.

So ist auch zu erklären, wie sich die Welt gerade neu ordnet: möglichst ohne die Bürger, ohne den Souverän.
 
Wir werden weiterhin nicht auf Krisen vorbereitet, sondern auch weiterhin auf völlig überraschte Politikergesichter, deren Handlungsspielraum sich offiziell in der Schaffung von Rahmenbedingungen erschöpft. Die wirklich wichtigen Dinge werden auch 2012 auf der Strecke bleiben und es ist zu erwarten, dass die große Koalition alles tun wird, um den Stillstand in Wilhelmshaven weiter zu manifestieren. Die Leuchtturmprojekte werden unermüdlich schöngeredet, mit neuen Visionen wird man den Bürgern weiterhin Sand in die Augen streuen, und wir dürfen zusehen, wie man eine Stadt sehenden Auges an die Wand fährt.

Was ein Tag so alles verändern kann ...


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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