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Fröhlich konsumierend in die Apokalypse?
12|12|2011



Ohne rosarote Brille sieht Wilhelmshaven aus wie im Fenster oben.

Auf der Suche nach der schneebedeckten Weihnacht in Zeiten des Klimawandels zeigt der Neoliberalisus weiterhin seine Uneinsichtigkeit

Während die Welt ins Trudeln gerät, frönen viele immer noch der uneingeschränkten Konsumbereitschaft, als gäbe es kein Morgen oder etwas fatalistischer: Bald könnte mein Geld nichts mehr wert sein, also kaufe ich.

Analysten gaben zu erkennen, dass dem letzten Gipfel viele weitere folgen werden und belegen die hilflosen Versuche selbsternannter Volksvertreterkrisenversteher. Die "Notenbanken suchen nach Kapazitäten von Druckmaschinen", die Mehrheit der Wilhelmshavener Ratsmitglieder wollen sich die Tantiemen in den selbst geschaffenen Aufsichtsratsgremien demnächst noch erhöhen, der pannenbewährte Containerhafen Wilhelmshaven wird immer teurer, Großbritannien will den Euro-Pakt rechtlich anfechten, den Reedern steht das Wasser bis zum Hals, in Moskau demonstriert das Volk gegen das System Putin, also Schröders lupenreine Demokratie, in Spanien driften tausende Bedürftige in die Armut infolge der Schuldenkrise und sind auf Hilfe von spanischen Wohltätigkeitsorganisationen angewiesen, die internen Probleme Chinas verschärfen sich durch die Euro-Krise und lösen Einbrüche bei Chinas Exporten aus, an Spaniens Schulen soll das Toiletenpapier rationiert werden und Pauli träumt von einer neuen Partei mit Guttenberg.

Tja liebe Mitbürger, das sind nur ein paar "Headlines" überregionaler Medien und Weihnachten steht vor der Tür. Anscheinend unbetrübt und ungebremst steuern wir in die Krise nach der Krise und das lokale Leidmedium Boomtowns schreibt:
Zitat: "Protest gegen Lkw-Verkehr" ... oder "Deutsche Reeder optimistisch" gibt sich volksnah kritische und setzt gelichzeitig allem wieder einmal die rosarote Brille auf, damit die Stimmung Wilhelmshavens nicht verfliegt, denn im Frühjahr sollen die ersten Containerbrücken kommen.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heisst es entgegen dem Wilhelmshavener Leidmedium:
Zitat: "Reedern steht das Wasser bis zum Hals
Der Preiskrieg auf den Ozeanen macht den deutschen Reedern schwer zu schaffen. Unter dem Druck der Banken könnte es zu einer Konsolidierung in der Branche kommen. ... "

Die Stimmung rund um das Goldene Kalb Containerhafen Wilhelmshaven darf nicht kippen und so wirbt die ver.di in Bremen erstmal für vernünftige Löhne:
Zitat: "Keine Leiharbeit im Hafen ...
... die Gewerkschaft ver.di schlägt die Gründung eines Gesamthafenbetriebs (GHB) in Wilhelmshaven vor. Als Personaldienstleister für den Hafen soll der GHB ebenso wie zum Beispiel in Bremen oder Hamburg Personalspitzen an Stelle einer Leiharbeitsfirma abdecken. „Damit wollen wir das Tarifniveau und die Arbeitsplätze aller Hafenarbeiter sichern und den sozialen Frieden in den Häfen nicht gefährden“, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Dirk Reimers. ... "
[Quelle: ver.di: Bezirk Bremen-Nordniedersachsen | 08-12-2011]

Im Dezember 2008 schilderte der Geschäftsführer der Wilhelmshavener Arbeitsagentur, Rudolf Hempfling, die Zukunft der Hafenarbeiterlöhne noch in rosarötesten Tönen:
Zitat: " ... Wenn der Hafen fertig ist, wird er nach den Worten von Rudolf Hempfling 1.000 Dauerarbeitsplätze haben und wenn die dahinterliegenden Gewerbegebiete erschlossen sind werden es zusätzlich geschätzte 3.000 Dauerarbeitsplätze mehr geben.

Jetzt schon werden die Arbeiter auf ihre kommenden Tätigkeiten vorbereitet und gezielt ausgewählt sowie professionell geschult. Die zukünftigen Arbeiter werden sämtlich aus Arbeitslosen generiert. Ein Förderungsprogramm, dass die Bundesaregierung und somit der Steuerzahler mit 25 Mio. Euro bezahlt. Zusätzlich bekommen die UmschülerInnen noch ihre Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, ... "
[Quelle: Bürgerportal Wilhelmshaven | 01-12-2008]

Gut, er hat zwar damals gesagt, dass, wenn jetzt [damals] Stellenanzeigen für Hafenarbeitsplätze geschaltet würden, dann eine Art "run" auf diese Stellen eintreten würde, aber inzwischen sind ja auch eine Menge krisengeschüttelter Jahre vergangen und das eine Wirtschaftsdelle kommt, das konnte auch er, wie viele, viele andere, nicht ahnen.

Inzwischen schwächelt nicht nur die Wirtschaft sondern neuerdings auch die Kaikante des im Bau befindlichen Hafens am Jadebusen. Aber was solls, man ist ja Hohn und Spott rings um den Hafen ohne Bahnanbindung gewohnt und baute auch die Lärmschutzmauer für die Rohrdommeln gleich zweimal, weil die erste nagelneue in sich zusammenfiel.

So bereitet man sich in der Jadestadt auf die Krise vor, und holt wahrscheinlich auch noch Siegfried Neumann [a. d. SPD] aus der Versenkung, damit der seinen Spruch aufsagen kann, an den wir uns nur noch zu gut erinnern: "Wilhelmshaven ist antizyklisch".

Nachdenklich schlendert man durch die regnerische Vorweihnachtszeit und frequentiert sicherlich auch den neuen Elektronikmarkt, den uns das Heimatblatt auch mit redaktioneller Schleichwerbung wärmstens empfiehlt, weil da gibt es jede Menge Anzeigen, mit denen sich jede Menge Geld verdienen lässt - was für ein kritischer und unabhängiger Journalismus.

So legt sich langsam aber sicher die rosarote Brille über das verregnete Wilhelmshaven, dessen Wirtschaft immer die führende Rolle in Sachen Abkühlung einnimmt, trotz aller Zukunftsbeschwörungen, Leuchtturmprojekte und einer Politprominenz, deren vermeindliche Eliten gleich einmal die Grundsteuer B ablehnten, die etwa 1ne Millionen Euro zusätzlich in die gebeutelten Kassen Wilhelmshavens gespült hätte und lehnt gleichzeitig den beschlossenen Bau eines Kunstrasenplatzes ab, um letztendlich das fehlende Geld wieder einmal bei den freiwilligen Leistungen abzugreifen - was für eine umsichtige und nachhaltige Politik, das schreit geradezu nach Verantwortung!

Die Politik des Stadtparlamentes ähnelt, bezogen auf deren Erfolgsaussichten, den Eurorettungsversuchen, d. h. man stolpert von Gipfel zu Gipfel und gibt sich wie immer die Zeit, die man in den vergangenen Dekaden auch nicht zu nutzen wußte mit fast gleichem vermeindlich erfolgsorientierten Personal.

Das kann ja nur klappen und irgendwo findet sich bestimmt auch noch ein Häufchen Kunstschnee!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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