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Er ist weg
12|02|2011



Eines dieser schönen Scheinbilder, die ewigen Aufschwung signalisieren sollen aber auch in einer Katastrophe enden können.

... nur in Wilhelmshaven wird es noch etwas dauern.

Gemeint ist in der Überschrift Mubarak und in der "Subhead" für Wilhelmshaven der scheidende Oberbürgermeister Eberhard Menzel.

Wie schlägt man nun die Brücke vom Despoten zum "Meinungsunterdrücker und Ausgrenzer an der Jade" - scheint schwierig, aber nicht ganz unmöglich.

Hier ein Versuch:
Die Welt ist im Umbruch und mit der Ruhe ist es dahin. Damit das nicht so auffällt, gibt es die PR-Netzwerke, also ein Geflecht aus Schönwetterrednern und Zahlenspielern, das Laptop in der Tasche und für fast jedes Anliegen die richtige Power-Point Präsentation.

In der Vergangenheit haben wir uns damit begnügt diesen Idealisten unseren Lebensweg von den Lippen abzulesen. Großartigen Wachstumsversprechen von großartigen Managern publiziert - diesem Glauben haben wir unser Vertrauen geschenkt, und vor allen Dingen und immer wieder, daß morgen alles noch viel besser wird und wir ewig so weitermachen können.

Ägypten haben wir fleissig unterstützt, eben wegen der Ruhe und der Stabilität im Nahen Osten - jedenfalls dachten wir so, wegen der PR-Maschinerie und einer mehrheitlich privaten Presselandschaft, die inzwischen am Tropf der Wirtschaft hängt, so wie die vielen unabhängigen PolitikerInnen.

Inzwischen werden wir eines Anderen belehrt und schon lange geistert nicht mehr das Wort "Hochlohnland" durch die Gazetten, sondern "Dumpinglöhne", "sozialer Abstieg", der wie aus dem Nichts jeden treffen kann, ausser diejenigen, die sich wie die Maade im Speck eingerichtet haben und von den vielen Vorzügen leben, wie z. B. Subventionen, die, und das wird uns schon seit Jahrzehnten beigebracht, immer wieder reduziert werden sollen.

... und nicht zu vergessen und die "Altersarmut" die wie eine drohende Wolke den Lebenshorizont zu verdunkeln scheint.

Längst wachen Wirtschaftsverbände und Lobbygruppen über den Kapitalfluss und organisierte Steuerflucht, wie z. B. bei Ikea, sind an der Tagesordnung und schmälern die staatliche Handlungsfreiheit und das einst so üppige Budget für das Sozial- und Bildungssystem, die Basis einer gesunden Gesellschaft.

Krisen sind eigentlich dazu da, aus ihnen zu lernen, aber die letzte hat uns gezeigt, dass wir immer noch nicht bereit sind auch aus den vorhergehenden unsere Lehren zu ziehen, als da wären:
- 1929: Große Depression
- 1974: Ölkrise
- 1987: Schwarzer Montag
- 1998: Asienkrise
- 2000: Dot-Com-Blase
- 2008: Subprime Debakel

Die USA haben im letzten Quartal [Oktober 2010 bis 31. Januar 2011] 419 Milliarden Dollar mehr an Schulden produziert, das ist etwa der gesamte Haushalt der Bundesrepublik Deutschland - allein im Januar kam die stolze Summe von 50 Milliarden US-Dollar dazu.

Wir sollten uns ab jetzt zu Recht Sorgen um die europäischen Staatsfinanzen machen, sagt Dirk Müller, Börsenspezialist, der schon vor der offiziellen Bekanntgabe der Krise diese lange voraussah, ebenso wie Max Otte.

Natürlich läuft der Exportmotor der Bundesrepublik z. Zt. wie geschmiert, aber wie lange noch werden wir unsere eigenen Kredite mit dem Rettungsschirm bedienen können, wenn die sogennanten PIGS-Staaten [Portugal, Italien, Griechenland und Spanien], die von den Rating-Agenturen herabgestuft werden, eben dieses Geld einfordern.

Daß dieser Kreislauf erst gar nicht entstehen muss, zeigt Kanada, dass dabei ist, aus dem Schatten der USA herauszutreten. Dieses Land ist ein Gewinner der Weltwirtschaftskrise, weil man konsequent die Banken überwacht, deren durchschnittliches Eigenkapital wesentlich höher ist, als vorgeschrieben. Hohe Hürden für Einwanderer sorgen dafür, dass der Fachkräftemangel mit einer richtigen Integrationspolitik systematisch bekämpft werden kann, denn auch in Kanada wird die Gesellschaft immer älter. Dieses Land macht es nicht nur den USA vor, sondern auch Europa - es beugt vor mit Vielfalt, und nicht mit Einfalt - um langsam wieder auf Wilhelmshaven zurückzukommen.

Klar ist das wieder negativ, würde der CDU-Kandidat Andreas Wagner und laut Lebenslauf auch Wirtschaftsfachmann, jetzt wieder sagen, einer von inzwischen acht eventuellen Oberbürgermeisterkandidaten für ein schrumpfendes Oberzentrum, von denen so jeder sein ganz eigenes Rezept für einen Neuanfang Wilhelmshavens im Handgepäck zu haben scheint.

In der Summe laborieren aber alle an den gleichen Problemen, die durch ein immer wieder aufgewärmtes und marginal verändertes Konzept auf einen Weg der Besserung gebracht werden sollen. Die BürgerInnen werden aber immer noch nicht gefragt, so wie 30 Jahre lang in Ägypten oder im Zeitraum der Ära Berlusconi, um nur einige populäre Beispiele zu nennen.

Die vielen Parallelen sind unübersehbar und deutsche PolitikerInnen, die einem Diktator 30 Jahre die Treue hielten, treten nicht reihenweise zurück, sondern ihnen fällt eine Last von den Schultern, weil sie nicht mehr länger nach Ausreden suchen müssen, um ihr antidemokratisches Handeln beinahe stotternd mitten in einer "Demokratie" [ ... oder sollten wir schon sagen "Post-Demokratie"] und damit den BürgerInnen erklären müssen.

Eine zu starke Globalisierung fährt zwangsläufig gegen die Wand, sagt ein weltweit bekannter Börsenspezialist, von der übrigens nur grosse Konzerne mit viel Geld etwas haben - für die Masse der Bevölkerung ist sie eine einzige Katastrophe.

In Wilhelmshaven darf nun auch wieder geträumt werden, als gäbe es in Sachen Hafen, der eine ganze Region voranbringen soll, gar keine nächste Krise oder gar keine Konkurrenz aus Rotterdam oder Antwerpen:
Zitat: "Der Umschlag ist im Hamburger Hafen wieder deutlich gestiegen. Der Zuwachs bei den Konkurrenzhäfen ist aber höher - ein Warnsignal.
Der Umschlag im Hafen steigt nach der Krise 2009 wieder kräftig an. Der Marktanteil Hamburgs gegenüber den Konkurrenzhäfen in Nordeuropa, Rotterdam und Antwerpen ist aber 2010 weiter zurückgegangen. ... "

[Quelle: Hamburger Abendblatt | 10-02-2011]

Wir sollten vorsichtig sein mit dem was wir glauben zu sehen und lernen den Teil unseres Gehirns wieder zu reaktivieren, den man uns durch jahrzehntelanges Sedieren genommen hat.

Das war unser Wort zum Sonntag - schönes Wochenende!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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