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Auf Sand gebaut?
09|06|2012



Dort, wo 2008 noch ein Strand war herrscht heute das blanke Chaos inklusive Kostenexplosion.

Lang, lang ist´s her, als Klein-Ebi, Klein-Eicki, Klein-Nobbi und viele andere im Sandkasten die ersten Hafenprojekte plus Großflughafen mit Eimer, Schaufel und Förmchen bei Schönwetter im Selbstversuch kreierten ...

Damals war´s und die Parole hieß:
Mein Eimer - Meine Schaufel - Meine Förmchen

Wenn dann einer von ihnen seinen Spielzeugkran mitbrachte und jenes Objekt die sandigen Hafenkajen regelmäßig zum kläglichen Einsturz brachten, war der Sandkastenfrieden dahin ... von Prügeleien begleitet zogen sofort dunkle Wolken und Sturm heran und der anschließende Regenguss ließ die Tagesprodukte der Mini-Möchtegern-Sandhafenexperten absaufen ... Spiel-Tiefwasserhäfen eben, die mal schnell beim nächsten Sonnenblinzeln quasi kostenlos wieder aus der trocknenden Versenkung geholt werden konnten ... Neubau also kein Problem ...

Irgendeiner von ihnen rief dann prophetisch: „Wenn wir mal groß sind, dann müssen wir größer denken, größer planen, größer bauen“

Und heute? Tatsächlich: Alles etliche Nummern größer!!!

Heute rufen Sie:

Mein Bagger - Meine Spundwand - Meine Kaje

Und der Sandkasten? Geniusbank: Dort gab´s Sand genug für das Großprojekt in Groß-Wilhelmshaven.

Die heutigen Teilnehmer? Axel, Jörg,  und und und

Die Kosten? Da spielen Milliarden Euronen für den Monopoly-Port keine Rolle, um die Ideen aus früheren Sandkastenspielereien umzusetzen ...

Die Umsetzung? Genau wie es damals Klein-Ebi, Klein-Eicki und die anderen im kleinen Sandkasten machten: Sie meckern, pöbeln und prügeln ... nur, dass von ihnen heute niemand mit einem mickrigen Spielzeugkran auf den Plan tritt.

Die Umsetzung? Genau wie es damals Klein-Ebi, Klein-Eicki und die anderen im kleinen Sandkasten machten: Sie meckern, pöbeln und prügeln ...nur, dass von ihnen heute niemand mit einem mickrigen Spielzeugkran auf den Plan tritt.

Es sind eben auch die Erinnerungen daran, wie sie damals ihren Spielzeug-Kran auf die sandige Kaje stellten. Im Grunde sind sie die kleinen Jungen geblieben, die ihre richtigen großen Krane - der Welt größte Brücken - endlich und ganz schnell auf der Kaje stehen sehen wollten ... erstmal was für´s Auge und komme was da wolle, damit die Visualisierung ihrer Kinderträume sofort Wirklichkeit werde ...

Wer würde ihnen denn verübeln, mit einem Eröffnungstermin zum 5. August 2012 zu glänzen, um aller Welt die vollbrachten Leistungen vorzuführen ... ist ja auch verständlich ...

Das allerdings ginge jedoch nur, wenn auch wirklich mit den entsprechenden und notwendigen Planungen und Arbeitsgeräten alles korrekt umgesetzt wurde ...

Da stören dann Sicherheitsbedenken und Absichten, alles genau prüfen zu lassen bevor die ca. 80 Meter hohen Brücken auf die Kaje gestellt würden.

Nach Ansicht von Volker Block [SPD Wilhelmshaven] müssten [lt. Wilhelmshavener Zeitung v. 26. Mai 2012] sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um anstehende Probleme zu besprechen und mit dem gemeinsamen Fachwissen zu lösen. Die zügige Suche nach den Ursachen für die Schäden an der Spundwand sei wichtig, da die Ungewissheit schade ...

Für Volker Block dürfte sich insoweit aber ein großes Problem auftun, wenn er es denn ernst meinte, eine zügige Suche nach den Ursachen für die Schäden an der Spundwand starten zu können ...

Schließlich werden bereits zügig Fakten geschaffen, eine Untersuchung der bereits seit Wochen immer zahlreicher werdenden sogenannten Schlosssprengungen überhaupt durchführen zu können. Derzeit wird gerade eine zusätzliche Betonwand vor die Stahlspundwand gesetzt. Der Zwischenraum soll anschließend mit Beton zugegossen werden. Das bedeutet, dass Beurteilungen über das Zustandekommen der bisher aufgetretenen Schlosssprengungen nicht mehr möglich sein dürften.

Bisher nahmen Taucher Schweißarbeiten an den schon aufgetretenen 225 Rissen im Stahl vor. Wer garantiert, dass nicht weitere Schlosssprengungen erfolgen? Würde die davorgesetzte Betonwand nicht das Sichtbarwerden alter und neuer Schäden verhindern?

Wer garantiert, dass der bisher aus der Spundwand ausgetretene Sand nicht längst schon Veränderungen in der Statik der Kaje herbeiführte?  

Wer garantiert, dass die bereits auf die JadeWeserPort-Kaje, mit je über 1.700 Tonnen Gewicht gestellten Brücken, genügend Standfestigkeit besitzen angesichts der bereits aufgetretenen Schäden?

Wer garantiert, dass das jetzige Gewicht von ca. 14.000 Tonnen Gesamtgewicht der inzwischen aufgestellten acht Brücken nicht zu zusätzlichen Veränderungen im Fundament führt?   

Wer wird jemals untersuchen, ob die Schlosssprengungen, also die dort auseinandergerissenen, zuvor ineinander geklammerten Stahlsegmente, nicht durch ein nicht vorgesehenes[?] Rammverfahren ursächlich herbeigeführt wurden?

Wer stellt fest, dass die Schlosssprengungen nicht Folge verspannten Spundwandstahls aufgrund schief stehender Pfähle sein könnten?

Die ursprünglichen Statikberechnungen fußten mit Sicherheit nicht auf derartigen Überlegungen, dass spätere Austritte von Sand Veränderungen im Fundament der Kaje herbeiführen könnten.

Wer will die Wahrheit wissen, wenn eine Betonwand eine derartige Überprüfung schon nicht mehr zulässt? Meint Volker Block mitsamt seiner Wilhelmshavener SPD es also wirklich ernst? Das ist im Augenblick eine nicht weniger große Ungewissheit ...

Unsere Groß-Kaje - Unsere Groß-China-Krane -
Unser Groß-JadeWeserPort

>Über sieben Brücken musst Du geh´n< textete und sang die die DDR-Rockgruppe KARAT und prophezeite, dass man sieben dunkle Jahre überstehen müsse, siebenmal die Asche sein würde, bis man irgendwann einmal auch der helle Schein sei ...

Nun, weder über sieben noch über acht bisher aufgestellte Container-Brücken werden die Groß-JadeWeserPort-Macher jemals gehen können, einmal aber sich im Lichte dieser Brücken sonnen, das bekommen sie hin, der Welt diesen schönen Schein zu zeigen ... denn dunkle Jahre, die gibt es nicht unserem Groß-Wilhelmshaven ...

Unser Naherholungsgebiet? Unser Geniusstrand? Unser Sand?   

Das waren noch Zeiten, als Klein Ebi, Klein-Eicki, Klein-Nobbi und die vielen anderen ihre Eimerchen in der Sandkiste füllten. Handelte es sich dabei vielleicht sogar um Sand vom Geniusstrand, um schon mal zu üben, wie man später Industrie-Roulette richtig spielt?

Wilhelmshavener Industrie-Roulette?

Das geht ja wohl so: Du gibst mir deine 46 Millionen Kubikmeter Sand und ich verspreche dir dafür Tausende Arbeitsplätze ... das hat schon bei vielen Projekten hervorragend geklappt, man muss nur immer mit ganz vielen Arbeitsplätzen locken, mahnen und notfalls mit wirtschaftlichem Niedergang drohen, damit die Menschen mitmachen ... und damit du mir das auch glaubst, gebe ich dir noch meine Förmchen, also bereitzustellende Flächen, gratis dazu ... und wenn später mal jemand danach fragt, wo sie oder er denn baden könne angesichts unsererseits nicht eingehaltener Versprechungen zur Schaffung von Ausgleichsflächen bzw. Bademöglichkeiten, dann tun wir so, als ob wir gar nicht wüssten, dass wir den Port auf dem Sand bauten, der vom Geniusstrand stammte und eigentlich allen Menschen gehörte ... und wenn uns dennoch jemand auf die Finger klopfen sollte, lassen wir das corpus delicti einfach an immer mehr Stellen aus der Spundwand rieseln ... da kommen die gar nicht drauf und was weg ist, ist eben weg, weil wir den JadeWeserPort schließlich auch nicht zu einem Wahlkampfthema machen wollen ... 

Unser Groß-Flughafen

Den aus der Spundwand gerieselten Sand werden wir dann anschließend für den schon vor Jahrzehnten geplanten Großflughafen „Hohe Weg“ im Butjadinger Watt verwenden ... ist doch genial, oder?

Zwei Projekte aus der gleichen Menge Sand aus dem Hut zaubern und damit schon wieder Tausende Arbeitsplätze schaffen in der Region Groß-Boom-Town …




Hans-Günter Osterkamp
erwerbslosenredaktion.de

Links:
08|06|2012: Erneute Verzögerungen am JadeWeserPort
07|02|2012: Jobmaschine oder teures Prestigeprojekt?

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