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Muschelfischer starten sorgenvoll in die Saison
21|08|2009



Die holländischen Muschelfischer [Hintergrund] liegen zuammen mit den ursprünglichen Kuttern im Hooksieler Außenhafen.

Gestern offizieller Auftakt in Hooksiel / Die vier niedersächsischen Betriebe kämpfen gegen eine Fülle von Problemen

Hooksiel/sal – Die niedersächsische Muschelfischerei eröffnete die neue Saison gestern mit einem Miesmuschelfest. Von Feststagsstimmung konnte allerdings keine Rede sein. In den zahlreichen Grußworten und Vorträgen wurde deutlich: Das Netz aus EU-Vorschriften, Forderungen des Umweltschutzes, großen Bauvorhaben im Küstenbereich und Veränderungen natürlicher Gegebenheiten zieht sich immer enger um die vier an der niedersächsischen Küste beheimateten Muschelbetriebe.

Hinnehmen werden die Fischer die Entwicklungen nicht, „wir werden uns Gehör verschaffen – und das nicht zu knapp“, sprach Manuela Gubernator, die Geschäftsführerin der Niedersächsischen Muschelfischer GbR, gestern Morgen im Restaurant „Brücke“ klare Worte, als sie die zum Miemuschelfest 2009 eingeladenen Gäste – Fischer, Verbands- und Behördenvertreter, Politiker – begrüßte.

Neben einer Reihe von Grußworten standen am Vormittag vier Vorträge im Programm. Mittags ging es dann mit dem Hooksieler Muschelkutter „Royal Frysk“ von David de Leeuw hinaus zu den Muschelkulturen an der östlichen Seite der Jade und zu einem besonderen Projekt, seiner Langleinenkultur vor Hooksiel, in der Saatmuscheln gezüchtet werden.

Zunächst aber erläuterte der Leiter des Staatlichen Fischereiamtes Bremerhaven, Thorsten Brandt, den Anwesenden die aktuelle Situation der Miesmuschelfischerei. Was Preise und Fangmengen angeht, sind die Muschelfischer demnach in der vergangenen Saison noch mit einem blauen Auge davongekommen.

Aber „die kommende Saison scheint schwierig zu werden“, meinte der Referent. „Neben der geringen zur Verfügung stehenden Konsumware schlägt sich auch hier die gesamtwirtschaftliche Situation auf die Muschelfischerei nieder.


Auch die niedersächsische Muschelfischerei leidet unter den zunehmenden Importen von Konsumware auf dem europäischen Markt“, so Brandt. In diesem Zusammenhang sprach er die Probleme bei der Gewinnung von Besatzmuscheln an. Im vergangenen Jahr habe gar kein natürlicher Saatfall stattgefunden. Inzwischen setzen die Muschelfischer Kollektorensysteme [Langleinen] ein, an denen sich Saatmuscheln sammeln, die später von den Fischern abgebürstet und auf den Muschelkulturflächen aufgebracht werden.

„Die in diesem Jahr installierten Kollektoren versprechen gute Ergebnisse“, sagte der Fischereiamtsleiter, die natürliche Gewinnung von Besatzmuscheln aus dem Wattenmeer bleibe aber unverzichtbar. Hoffnung macht der sehr gute Brutfall in diesem Jahr. Das könnte ein sicheres Fundament für die nächsten Jahre sein, vorausgesetzt es wachsen ausreichende Muschelmengen zur Konsumgröße heran.

Nach Thorsten Brandt gab der Ingenieur Volker Weiß [Jade-Weser-Port Infrastruktur und Beteiligungen GmbH & Co. KG] einen Bericht über den Stand der Bauarbeiten beim Jade-Weser-Port. Dr. Helmut Manzenrieder macht für das Hafenprojekt die Beweissicherung, unter anderem um später feststellen zu können, inwieweit sich der Hafenbau negativ auf die Muschelkulturen auswirkt. In seinem Vortrag informierte er über Messtechniken und -verfahren.

In zahlreichen Grußworten hatten die Muschelfischer zu Beginn der Veranstaltung gute Wünsche mit auf den Weg in die neue Saison bekommen, angesprochen wurden aber auch die zahlreichen Probleme. Detlef Gaumert aus dem Landwirtschaftsministerium wies auf den neuen Bewirtschaftsungsplan für 2009 bis 2013 hin, „aus heutiger Sicht können die Fischer gut im Nationalpark wirtschaften“, meinte er.

Den Optimismus teilte Heinrich Grupe, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer nicht ganz, weil der Plan von vielen Umweltschützern nicht anerkannt werde. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, wenn es um falsch verstandenen Umweltschutz geht, das dürfen wir uns nicht bieten lassen“, sagte MdB Holger Ortel, Präsident des Deutschen Fischereiverbands.

Dr. Martin Dehrendorf, zuständiger Abteilungsleiter beim Landkreis Friesland, und Wangerlands Bürgermeister Harald Hinrichs hoben die Bedeutung der Fischerei für den Tourismus hervor. Attraktiv seien aber nur Häfen mit funktionierenden aktiven Betrieben, unterstrich Hinrichs. „Die Fischerei gehört zu Friesland, als wichtiger Wirtschaftszweig und als Identitätsmerkmal“, sagte Dehrendorf.


Das Schlusswort hatte Manuela Gubernator, die in ihrem Vortrag noch einmal das ganze Paket der die Muschelfischer – die Bauern der Meere – bedrängenden Probleme auspackte. Angefangen von der Pazifischen Auster, die sich auf den Muschelbänken breit macht, bis hin zu den zahlreichen Bauvorhaben der Industrie an der Küste, darunter auch die Kohlekraftwerke, die für Beeinträchtigungen sorgen und die Fischer um ihre Existenz bangen lassen.

Quelle: Jeversches Wochenblatt


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