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Ratsherren-Badespäße am Wilhelmshavener Südstrand
05|08|2011



Baden Sie auch gern in Fäkalien? - dann müssen sie nach Wilhelmshaven kommen und einfach warten, bis es reget und am Wilhelmshavener Südstrand baden gehen - Uwe Reese [SPD] macht das auch regelmässig.

Ach herrje, dachte ich spontan ... auch Uns Uwe badet immer noch in der Fäkalienbrühe am Südstand – und das jeden Tag ... der Ärmste ...

Da saß er nun als Ratsbewerber des Wilhelmshavener Wahlbereichs Süd auf einem Podium anläßlich der bevorstehenden Kommunalwahl - das schrieb jedenfalls die Wilhelmshavener Zeitung [WZ] vom 4. August 2011 im Bericht >Von Fehlern, Fäkalien, Fortschritten & Finanzen<. Und eben genau von dort, von jenem Podium, habe Uns Uwe von seinen öffentlichen Badegewohnheiten in aller Öffentlichkeit berichtet ...

Wilhelmshaven war und ist eben etwas Besonderes - Wilhelmshaven möchte gern seinen Charme versprühen, sein Charisma offenbaren ... Irgendwelche Meldungen über Gesundheitsgefärdungen durch eingeleitete Fäkalien? Nein, daran erinnere ich mich im Augenblick nicht, dass die WZ insoweit stets aufklärend berichtete ...

Positivmeldungen, könnte man meinen, sind da eher ihre Sache. Dieser, ihrer Sache, kam die WZ wie schon so oft in den vergangenen Jahren in der ihr eigenen Weise auch in dem jetzt betreffenden Bericht vom 04. August sofort nach, indem sie mitteilte, dass die Südstadt sich zu einem attraktiven Stadtteil, der weiterhin enorme Chancen berge, entwickelt habe und die südliche Wasserseite als Schokoladenseite der Stadt noch positiver dargestellt werden müsse ...

Ich dachte nur bei mir: Geht das überhaupt, die Stadt noch positiver, noch schokoladenseitiger darzustellen?

Wenn Uns Uwe, der tagtäglich in der Fäkalienbrühe bade und sich anschließend aufs Podium begebe, dies dort verkündet und rechtfertigend dazu bemerke, dass die Gemeinden Varel und Eckwarden ebenso Fäkalien in den Jadebuse einleiten und sich dort niemand daran störe und die WZ das auch noch ihrer gewogenen Leserschaft auf den Frühstückstisch serviert, hat das nicht irgendwie ein, wie die Schwaben sagen: „Gschmäckle“? Guten Appetit beim Frühstück der Gabe des Besten zum Morgen ...

Hatten nicht auch schon in den vergangenen Jahren die Herren Menzel [als Oberbürgermeister] und Graul [als Umweltdezernent] ihrem ergebenen Wilhelmshavener SPD-Wahlvolk huldvoll majestätisch und richtungsweisend öffentlich über das ihnen wohlgesinnte Zeitungsblatt jene Order, es ihnen gleichzutun, erlassen, da sie, als Stadtoberhäupter daselbst schon seit Jahrzehnten dort am fäkaliengefluteten Südstrande badeten und solches Tun ihren edlen Häuptern nie zum Schaden gereicht habe? Ich erinnere mich, dass mir vor ca. vier Jahren ein ehemaliger Sportkollege sinngemäß das Gleiche erklärte, dass er dort schon immer bade und niemals dadurch krank geworden sei. Er ließ aber gleichzeitig auch durchblicken, dass er mich damit provozieren wollte, weil er von meinem Mitwirken in der Bürgerinitiative „Kaiserliche KanalarbeiterInnen“ wusste.

Im Grunde kann man nur den Kopf schütteln darüber, dass eine Riege von Ratsvertretern bzw. Stadtvätern Wilhelmshavens über Jahre und Jahrzehnte hinweg immer wieder versucht, Bürgerinnen und Bürger vor Ort für dumm zu verkaufen und diese, quasi Schei ... hausparolen, sogar, wie jüngst geschehen, auf einem Podium den Wählern zu offenbaren. Was ist denen eigentlich noch peinlich? Und was sie damit, vermutlich ungewollt[?], ihrer Heimatstadt an irreparablem Imageschaden zufügen, katasprophal. Sie wissen es sehr genau, dass sie selbst es sind, die hier seit Jahren und Jahrzehnten der Stadt und deren Bürgern Schaden zufügen, indem sie fortdauernd eine wirkliche Sanierung des Kanalnetzes mit Scheinargumenten und zwischenzeitlichen und nichteingehaltenen aber hochheiligen, sogar ratsabgesegneten Versprechungen, dass die Fäkalieneinleitungen beendet würden, vereitelten.

Letztendlich war aus meiner Sicht alles Bisherige, was seit den 50er Jahren an Maßnahmen zur Beendigung der Fäkalieneinleitungen am Südstrand beschlossen wurde, nur kosmetisches Stück- und Flickwerk, das sein Geld im Ganzen betrachtet, nicht wert war. Hunderte Millionen DM wurden dafür rausgeworfen, Summen, die für eine ordentliche Sanierung des Kanalnetzes längst gereicht hätten - Gelder, die, wenn die Planung vor Jahrzehnten grundlegend vorgenommen und technisch umgesetzt worden wäre, sich längst amortisiert hätten. Die Kanalisation und deren Finanzierung, wegen der heute fortdauernd gejammert wird, wäre schon Jahre bzw. Jahrzehnte kein Thema mehr gewesen.       

So gesehen bräuchten die Herren Ratsvertreter heute ihre gebetsmühlenartig, der Öffentlichkeit präsentierten Outings über Badefreuden in Fäkalienfluten am Südstrand nicht der geballten Oberpeinlichkeit preisgeben ... und auch der Herr Menzel, seines Zeichens noch bis Herbst 2011 Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, hätte nicht am Tage der Südstranderöffnung im Mai 2010 es für notwendig befinden müssen, mich auf der Südstrandpromenade wegen meines dortigen Verteilens von Schriften gegen die Fäkalieneinleitungen persönlich zu verfolgen und zu tangieren. So viel Bürgernähe – im wahrsten Sinne des Wortes - wie an jenem denkwürdigen Tage hatte mir mein Oberbürgermeister nie zuvor und auch nicht danach zuteil werden lassen. Schade, denn einen derart aktiven Meister aller Wilhelmshavener Bürger hätte ich mir eher umgekehrt als Kämpfer gegen die Fäkalieneinleitungen bei den „Kaiserlichen KanalarbeiterInnen“ gewünscht ...

Dann bliebe es auch der WZ erspart, Berichte wie z.B. mit der Überschrift >Badespaß trotz der Fäkalien<, wie vor ein paar Jahren geschehen, auf ihrer Titelseite abzudrucken ... die Frage aber ist: Wieso tut sich die WZ-Redaktion eine derartige, vor allem Gesundheitsgefahren verharmlosende und dem Image Wilhelmshavens nicht dienliche Berichterstattung an? Wieso lässt sie Stadtpolitiker, die fahrlässig von angeblich gesunderhaltenden Fäkalienbadeerlebnissen am Südstrand schwärmen, einfach gewähren? Das gibt es offenbar nur in Wilhelmshaven, nirgendwo sonst ...

Gut allenfalls, dass Herr Menzel als Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven bald Geschichte ist ... und Herr Graul darf auch seinen Hut nehmen ...



Hans-Günter Osterkamp
erwerbslosenredaktion.de

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Kommentare

Horst Walner | Wilhelmshaven
Moin Hans-Günther,
ich denke Du siehst die Situation vollkommen falsch. Es ist damit zu rechnen, und da hat Uns Uwe ganz bestimmt Recht, dass er jeden Tag in die warme Brühne geht, aber wahrscheinlich in einem Ganzkörperkondom. Weiterhin wissen wir schon über Jahre hinweg, was unsere meisten Ratspersonen wortwörtlich für einen "Scheiß" gebaut haben und werden dieses auch nicht eingestehen und schon gar nicht verändern wollen.
Daher gibt es nur eine Devise, so viele wie nur mögliche andere Gesichter in den Rat wählen!



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